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Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung Mainz |
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Drei Jahre später wurde ein förmlicher Staatsvertrag abgeschlossen, in den diese Vereinbarungen eingegangen sind und der vom Landtag am 22.06.1973 ratifiziert wurde. Damit wurde in Rheinland-Pfalz - mit der weiteren Gründung des »Erziehungswissenschaftlichen Fort- und -weiterbildungsinstituts der Evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz« (EFWI) in Landau - neben dem »Staatl. Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung des Landes Rheinland-Pfalz« (SIL) in Speyer - ein plurales Angebot eröffnet, das dem Staats- und Gesellschaftsverständnis der Landesregierung entsprach, die auf die Wirkung freier Träger, auf Produktivitätskonkurrenz, auf Kreativität und Innovationsbereitschaft gerade auf einem so bedeutenden Feld wie dem der Lehrerfort- und -weiterbildungsinstitute vertraute. Die Arbeit des ILF Mainz findet seit dieser Zeit in kooperativer, kompensatorischer und komplementärer Zusammenarbeit mit den anderen Instituten statt. Die etwas später erfolgte Einrichtung der Sozialpädagogischen Abteilung (1972) ergänzte die Schulabteilung in ausgezeichneter Weise. Dadurch ist es dem ILF Mainz möglich, für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten durch eine solide fachliche Fortbildung und durch Stärkung ihrer Kompetenz bei der Bewältigung ihrer vielfältigen täglichen Aufgaben in Schulen und Kindertagesstätten da zu sein und zu helfen. Als eine Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft begründet und gestaltet das ILF seine Arbeit aus einer spezifischen kirchlichen Zielsetzung und christlicher Motivation. Eine so konzipierte Fortbildung lebt aus den Impulsen des christlichen, biblisch begründeten Glaubens. Die Schulabteilung des ILF Mainz bietet grundsätzlich ihre Dienste für alle Schularten und Schulfächer an. Konkret bedeutet dies, dass das ILF z.B. bei seinen vielfältigen Angeboten zwar auf staatlich vorgegebene Richtlinien und Lehrpläne Bezug nimmt, aber den Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit einräumt, solche Vorgaben - über ihre fachlichen Implikate hinaus - auf deren anthropologische und ethische Prämissen zu durchleuchten und ihnen Konkretisierungen zu geben, die im Einklang mit christlichen Erziehungsprinzipien stehen und ein Angebot zu einer Orientierung darstellen, die zu selbständigem Urteil und eigenverantwortlichem Handeln führt. Das Fort- und -weiterbildungsangebot der Sozialpädagogischen Abteilung des ILF orientiert sich daran, dass die Aufgabe einer Kindertagesstätte nicht in erster Linie Stoffvermittlung, sondern soziales Lernen ist. Deshalb ist das Ziel in diesem Bereich die Erweiterung der beruflichen Qualifikation der eigenen Praxis. Die religiöse Elementarerziehung in den Kindertagesstätten ist in die alltägliche Erziehungspraxis integriert. Dementsprechend hat sich die Sozialpädagogische Abteilung des ILF zum Ziel gesetzt, außer in spezifisch religionspädagogischen Veranstaltungen diese Dimension als integrativen Bestandteil auch mit den anderen Angeboten zu verbinden. |