Betrachtet man eine Sonnenuhr, so zeigt sie im Vergleich mit einer Armbanduhr fast immer eine „falsche“ Zeit an. Manchmal liegt es daran, dass die Sonnenuhr falsch konstruiert oder mangelhaft ausgerichtet ist. In den meisten Fällen gibt es einen anderen Grund: Die Sonne bewegt sich nicht so gleichmäßig wie ein Uhrwerk am Himmel! Daraus resultiert, dass die Zeiteinheit Tag und ihre Unterteilungen für eine Sonnenuhr einen etwas anderen Sinn haben, wie für eine mechanische Uhr.
Lange Zeit bestimmten Sonnenuhren den Zeittakt, nach dem die Menschen lebten. Auch nach der Erfindung der Räderuhren blieb das noch lange so wegen der größeren Präzision der Sonnenuhren. Erst die Entwicklung der Eisenbahn und die damit verbundene Einführung der Zonenzeit führte zum Verschwinden der Sonnenuhren aus der praktischen Zeitmessung.
Sonnenuhren gibt es in vielen Formen und Variationen, einfach oder kompliziert in der Konstruktion, anspruchslos oder kunstvoll in der Ausführung. Die einfachste Art einer Sonnenuhr ist die äquatoriale Sonnenuhr. Auf ihrem Zifferblatt sind alle Stundenabstände gleich. Wie man ein ansprechendes Modell einer solchen Sonnenuhr in wenigen Stunden aus Sperrholz herstellen kann, wird ausführlich beschrieben und vorgeführt.